CCS Racing-Team gewinnt das Triple

Sprint, Endurance und Masters – der Chamer Rennstall hatte mit acht Fahrzeugen bei der KTM X-Bow Battle eine perfekte Saison. 

Quelle: Mittelbayerische.de
Von Michael Grassl

Auch in der Saison 2015 bestritt das Team CCS Racing aus Cham sechs Läufe zur X-Bow Battle. Die Mannschaft rund um Teamchef und Geschäftsführer Jürgen Dietl-Pollross setzte dabei insgesamt acht KTM X-Bow Rennfahrzeuge ein, deren Betreuung, aber auch Aufbau und Wartung, komplett von den Technikern und Ingenieuren am Standort in Cham/Michelsdorf übernommen wurde.

Bei den Teamfahrern zeigte sich ein internationales Feld mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen und Hongkong.

Kürzlich reiste das Team mit sieben Einsatzfahrzeugen sowie einem T-Car an Board nach Kroatien, wo auf dem Automotodrom in Grobnik das letzte Battle Event stattfand.

Es stand ein spannendes Wochenende bevor, reisten doch der CCS- Teamfahrer Niki Leutwiler und sein direkter Konkurrent in der Meisterschaft, Holger Baumgartner, aus dem Trencar Team mit identischer Punktzahl zur kurvenreichen Naturrennstrecke in der Nähe der Küstenstadt Rijeka. Die Meisterschaft würde also beim letzten Event entschieden werden.

Mit sieben Fahrzeugen beim Finale

Bereits am Donnerstag vor dem Event nahmen alle Fahrer die Möglichkeit eines Testtages wahr. So konnte ein passendes Setup für Strecke, Temperaturen und Asphaltbeschaffenheit gefunden werden.

 

 

Am Freitag dann wurde es ernst – im Qualifying zum ersten Sprintlauf konnte sich der Schweizer Niki Leutwiler die Pole Position vor dem Steirer Holger Baumgartner sichern. Im ersten Sprintlauf konnte der Pole-Setter mit der Startnummer #88 einen Start-Ziel-Sieg einfahren und sich somit einen Vorsprung von fünf Punkten auf Baumgartner erarbeiten.

Hinter den beiden ging es für die weiteren Fahrer des Chamer Teams ebenfalls spannend zur Sache. Uwe Schmidt erreichte Platz drei, Laura Kraihamer kämpfte sich von Startplatz zehn auf Platz sechs nach vorne. Georg Silbermayr kam auf Platz acht ins Ziel, direkt gefolgt von Ingo Hartman auf Platz neun. Christian Loimayr beendete das Rennen auf Platz 18, während Alois Meir sein Fahrzeug im Kiesbett parkte und so Platz 19 erreichte.

Eine „extrem erfolgreiche“ Saison – CCS dominierte die KTM X-Bow Battle.Foto: Michael Grassl

Die Entscheidung in der Meisterschaft Sprint sollte also am darauffolgenden Tag fallen. Zuvor jedoch stand noch der Endurance Lauf an – ein Rennen über 60 Minuten, welches von zwei Fahrern bestritten wird, die jeweils einen Stint absolvieren.

Hier hatte sich das Team „Arianes Lieblinge“ (Leutwiler/Silbermayr) bereits einen beachtlichen Vorsprung in den vorangegangenen Events erarbeitet und musste nur in die Wertung kommen, um den Titel mit nach Hause nehmen zu können- Soll heißen: Ankommen war die Devise. Souverän fuhren die beiden Kollegen, die bereits vor Jahren gemeinsam zusammen das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring bestritten hatten, die Meisterschaft nach Hause und landeten auf Platz sechs.

 

Rennimpressionen vom Team CCS Racing aus Cham

 

Starke Frau im Cockpit

Strahlende Sieger waren Laura Kraihamer und Uwe Schmidt vom Team „ Eat the Ball“, die sich mit ihrem Erfolg auch die Vizemeisterschaft in der Langstrecke sicherten. Ingo Hartmann und Christian Loimayr kamen auf Platz vier ins Ziel.

Im Anschluss stieg die Spannung – der zweite Sprintlauf stand an. Im Qualifying zuvor hatten die beiden Meisterschaftsanwärter die Plätze getauscht, diesmal stand Baumgartner auf Pole, Leutwiler folgte ihm auf Platz zwei. Durch mehr Podestplatzierungen würde dem Schweizer im CCS-Racing-Team ein zweiter Platz reichen, um die Meisterschaft zu gewinnen.

Nachdem die Ampel auf Grün geschaltet hatte, ging die Hatz los, beide Fahrer konnte sich nach der ersten Runde schon etwas vom Rest des Feldes absetzen. Leutwiler riskierte nichts, blieb lange Zeit in Baumgartners Rückspiegel, bevor er sich in der zweiten Hälfte des Rennens darauf konzentrierte, das Fahrzeug und seinen zweiten Platz sicher nach Hause zu bringen. Belohnt wurden er und das Team CCS Racing mit dem Meistertitel in der Sprint-Kategorie.

Laura Kraihamer sicherte sich die Vizemeisterschaft in der Langstrecke.Foto: Michael Grassl

Eine beeindruckende Performance zeigte auch Laura Kraihamer, die sich von Platz sechs auf Platz drei und somit aufs Podium kämpfte. Hinter ihr kam Georg Silbermayr auf Platz vier ins Ziel, Christian Loimayr erreichte Rang neun, Alois Meir Platz elf.

Ingo Hartmann und Uwe Schmidt mussten ihre Fahrzeuge abstellen – besonders bitter vor allem für Hartmann, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei unterwegs gewesen war.

Durch die Professionalität des Teams CCS Racing und der Performance jedes einzelnen Fahrers konnte sich die „Chamer Mannschaft“ am Ende des Tages über das Triple freuen – die Meistertitel in Sprint, Endurance und Masters gingen an CCS Racing.

Champions – alle drei Titel der Serie gingen die Fahrer von CCS Racing Cham.Foto: Michael Grassl

„Es war eine unglaubliche Saison. Zugegeben nicht immer einfach, dafür aber extrem erfolgreich. Die Anzahl der Autos erforderte doch eine gewisse Planung und Struktur, die wir jedoch perfekt umsetzen konnten. Für uns war es wichtig, dass jeder Fahrer maximalen Service und Support erhält, egal ob er um Platz eins oder 15 kämpft“, konnte das Fazit des Chamer Teamchefs Jürgen Dietl-Pollross aus Cham nur positiv ausfallen.